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Markt-Update Wydler Asset Management 11.05.22

Wie stellt sich die Situation aktuell dar?

Drei Faktoren belasten derzeit die Märkte:
  1. Hohe Inflationsraten Die Gewährleistung und Sicherung der Preisstabilität – das ist die originäre Aufgabe einer Zentralbank. In den letzten Monaten sind die Preissteigerungsraten auf seit Jahrzehnten nicht mehr gesehene Niveaus angestiegen. Der Corona-Shutdown in Shanghai belastet nicht nur den asiatischen Raum, sondern die ohnehin angespannten Lieferketten noch weiter. Verknappung von Angebot führt zwangsweise zu weiterer Verteuerung. Und ruft somit die Notenbanken auf den Plan.
  2. Niedriges Zinsniveau Die US-Notenbank hat mit einer Anhebung der Zinsen um 0,5% Punkte letzte Woche ein erstes Ausrufezeichen gesetzt. Und auch bei der Europäischen Zentralbank scheint langsam aber sicher die Erkenntnis durchzusickern, dass die aktuelle Inflationsrate nicht, wie bislang angenommen „nur temporär“ ist, sondern über einen längeren Zeitraum auf höherem Niveau zu verweilen droht. Aber auch wenn die EZB einen Zinsschritt nach oben beschließt: Nennenswerte Zinsen auf zehnjährige Staatsanleihen wird es dennoch nicht geben. Und selbst wenn wir in Europa in diesem Laufzeitbereich eine 2 vor dem Komma sehen sollten, bleiben die Renditen aufgrund der Inflation real klar negativ.
  3. Der Krieg in der Ukraine Die russische Regierung hat einen Krieg begonnen, der sich viel länger hinzieht, als vermutlich die Planung war. Westliche Sanktionen, seit dieser Woche nun auch russisches Öl betreffend, führen aber nicht nur zu einer zunehmenden Isolierung Russlands und den Finanz- und Handelsmärkten, auch in Europa werden negative Folgen der eingeleiteten Schritte spürbar. Unabhängig davon besteht weiter die Angst einer kompletten Eskalation mit einer sich über die Grenzen der Ukraine hinaus ausdehnenden militärischen Auseinandersetzung.

Welche Auswirkungen hat die Situation auf die Kapitalmärkte?

Alle drei oben ausgeführten Faktoren führen zu teilweise gravierenden Verwerfungen an den Finanzmärkten. Die 10jährigen Zinsen sind in Deutschland seit Anfang des Jahres von -0.1% auf 1.13% bzw. in den USA von 1.72% auf 3.17% gestiegen, was einen extremen Anstieg in so kurzer Zeit bedeutet und so schon lange nicht mehr gesehen wurde. Das Sentiment für Euroland-Aktien ist gemäß einer Umfrage von Sentix auf einen historisch niedrigen Stand gefallen, was die Niveaus vieler Märkte widerspiegeln. Solche Stimmungseinbrüche bei den Anlegern können durchaus zu finalen Sell-Off-Aktivitäten führen, deuten gleichzeitig aber auch Kaufgelegenheiten an.

Was passiert in unseren Fonds?

Wir haben im April an unsere Kunden Ausschüttungen auf den Niveaus der letzten Jahre vorgenommen und unsere Vorstellungen erreicht bzw. sogar übertroffen. Unser Aktienfonds hat sich mit einer Wertentwicklung von nur -1.28% von Anfang Jahr bis Ende April deutlich besser geschlagen als die großen Indizes. Hier haben sich neben unseren Absicherungsstrategien die erfolgreiche und sehr gezielte Selektion von auch in der Krise stabilen Werten bezahlt gemacht. Wir bleiben unserer vorsichtigen und defensiven Linie zunächst weiter treu. Auf der Anleihenseite haben wir aufgrund der aktuellen Gesamtgemengelage Verwerfungen zur Kenntnis zu nehmen. Als Beispiel in unserem Fonds können die 5.875% Trafigura und 6.25% Gunvor Bonds herangezogen werden. Beide Anleihen sind wegen des Ukraine-Kriegs stark unter Druck gekommen, obwohl in beiden Fällen der Anteil der Geschäfte mit Russland sehr tief ist. Zum Thema Russland generell, unser momentanes Russland-Exposure beträgt lediglich 0,9% des gesamten Fondsvermögens und ist damit nicht nennenswert. Die Duration des Fonds liegt bei nur 3,3 Jahren und somit – ganz bewusst – sehr tief gehalten. Dadurch erreichen wir eine geringe Zinssensitivität, wenngleich bei starken Zinsbewegungen natürlich auch der Fonds leidet. Die Kreditkomponente ist stärker ausgeprägt, weswegen der Fonds – schon alleine aufgrund der zahlreichen Unternehmensanleihen – auch entsprechend mit dem Aktienmarkt korreliert.

Zusammenfassung

Der Ukraine-Krieg auf der einen und die Lockdowns in China auf der anderen Seite machen eine seriöse Prognose nahezu unmöglich. Sollte die Inflation im Verlauf des Jahres 2022 den Höhepunkt erreichen, erwarten wir eine Entlastung des Drucks auf höhere Zinsen und somit eine Seitwärtstendenz. In dem Moment, in dem sich die politische und wirtschaftliche Lage etwas entspannt, sehen wir aber gerade für unseren Bond-Fonds erhebliches Aufwärtspotenzial. In Krisenzeiten sind Besonnenheit und ein gerüttelt Maß an Erfahrung ein wichtiger Erfolgsfaktor. Wir bleiben für Sie engagiert, um auch in der Zukunft für Ihr Vermögen substanzielle und kontinuierliche Gewinne zu erzielen. Ihr Wydler Asset Management Team

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