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Quartalsbericht Q1/2026

Rückblick

Was hielt das erste Quartal nicht schon wieder alles an Themen auf Lager. Direkt zum Jahresanfang ein Kursfeuerwerk, welches den DAX um über 1.000 Punkte auf ein neues all-time-high nach oben schoss. Der anfänglichen Euphorie folgte aber baldige Ernüchterung und innerhalb nur weniger Tage waren die Jahresanfangsniveaus wieder erreicht.

Dafür gingen die Edelmetalle exzessiv durch die Decke und zeichneten Chartbilder, die geradezu fahnenstangenartig nach oben zeigten. Der Crash ließ nicht lange auf sich warten, Gold verlor in kürzester Zeit über 20%, Silber musste einen Verlust von mehr als 45% verzeichnen.

Der Bitcoin setzte seine Abwärtsbewegung, begonnen im Oktober letzten Jahres, nahtlos weiter fort und konnte sich erst Anfang Februar bei -52% halbwegs wieder stabilisieren. Das jahrelange Narrativ als krisenresistente, dem globalen Geschehen vollkommen entkoppelte und deswegen immer stabile Währung ist damit wohl endgültig der normativen Kraft des Faktischen gewichen.

Damit nicht genug, die nächste Kursexplosion lieferte der Ölpreis. Nach den massiven Angriffen seitens USA und Israel auf den Iran verkündete dieser die Schließung der Straße von Hormus, was der weltweiten Versorgung auf Dauer nicht zuträglich wäre. Selbst eine massive Ausweitung der OPEC-Fördermengen wäre nicht in der Lage, einen Versorgungsengpass dieses Ausmaßes zu egalisieren.

Das nachstehend Bild zeigt die idiosynkratische Entwicklung des Ölpreises in den letzten Wochen, hier am Beispiel der Öl Sorte Brent Crude (dem klassischen Nordsee-Öl):

Wydler Asset Management - Stock 3 Chart

Performance

AKTIENFONDS

Unser Aktienfonds konnte seit Jahresbeginn einen Wertzuwachs von +0,66% in Schweizer Franken und +1,26% in Euro einfahren. Im Vergleich dazu die großen Indizes: DAX -7,39%, der STOXX600 (Europa) -1,63%, der S&P500 (USA) -3,28% und der MSCI World (weltweit) -2,27% (alle Werte in EUR).

Die Vergleichswerte bestätigen einmal mehr, dass unsere Absicherungsstrategien nicht nur leere Worthülsen, sondern tatsächlich funktionierende Maßnahmen und Ergebnisse unserer täglichen Arbeit sind. Natürlich können auch wir nicht zaubern, aber bestmöglicher Kapitalschutz für die uns anvertrauten Vermögenswerte ist und bleibt unser Auftrag.

BONDFONDS

Unser Anleihefonds erzielte im ersten Quartal -0,95% in der Schweizer-Franken-Tranche und -1,24% in der Euro-Tranche.

In unseren letzten Quartalsberichten (bzw. unseren Gesprächen) hatten wir mehrfach darauf hingewiesen, dass wir unseren Bondfonds durch konsequenten Ausbau des Investment-Grad-Anteils klar weniger schwankungsanfällig und damit ein weiteres Stück krisenfester gemacht haben. Dies schlägt sich nun in einer niedrigeren Risiko-Klassifizierung nieder, welche von bislang 3 auf neu 2 (auf der Klassifizierungsskala von 1 bis 7) gesunken ist.

Nächster wichtiger Punkt auf der Zeitachse ist die anstehende Ausschüttung, welche voraussichtlich Mitte/Ende April stattfinden wird. Wir erwarten auch für dieses Mal, eine in einem sehr anspruchsvollen Umfeld klar über dem Markt liegende Ausschüttungsrendite liefern zu können.

Aktuelle Positionierung

AKTIENFONDS

Unsere Transaktionen im ersten Quartal 2026 zeigen eine klare sektorale Re-Allokation mit Fokus auf Risikoabbau in volatilen Bereichen sowie selektiven Aufstockungen in defensiveren bzw. fundamental attraktiven Sektoren.

Im Rohstoffsegment wurde das Engagement in Goldminen zur Gewinnrealisierung mehrfach reduziert. Ein Teil der Mittel wurde in Ölwerte wie Exxon Mobil umgeschichtet, um das Energie-Exposure gezielt zu erhöhen. Positionen in Technologie-Ausrüstern wie beispielsweise ASML oder Jenoptik mit großen Kursgewinnen haben wir grundsätzlich zwar beibehalten, in der Spitze jedoch teilweise reduziert. Zyklische Industrie- und Konsumwerte wurden ebenfalls zurückgefahren, mit dem daraus freigesetzten Kapital haben wir im Gegenzug den Cash-Anteil erhöht. Ergänzend wurden kleinere Positionen in defensiven Pharmatiteln aufgebaut.

Die erhöhte Marktvolatilität ermöglichte es, unsere Absicherungsstrategien aktiv zu bewirtschaften, deren Kosten zu reduzieren und Gewinne zu realisieren.

Wir halten an unserer defensiven Positionierung mit klar erhöhtem Cash-Anteil und etwas reduzierten Absicherungen fest, prüfen aber selektiv Einstiegsmöglichkeiten in Unternehmen mit solider Bilanz sowie stabilen Margen- und Ertragsperspektiven.

BONDFONDS

Qualität steht auch dieses Jahr als Auftrag in unseren Büchern. Daher liegt in unserem Fonds der Anteil an Papieren mit „Investment Grade“, also einem Rating von BBB oder besser, auch weiterhin bei über 50%. Natürlich gehören Schwankungen im Kurs zum normalen Geschäft, aber durch die Qualität der einzelnen Anleihen bewegen sich diese in einem erträglichen Rahmen.

Der gerade in den letzten Wochen zu beobachtende Druck auf Staatsanleihen diverser Länder geht zwar nicht komplett spurlos an uns vorbei, kann uns tatsächlich aber vollkommen egal sein, da wir keine einzige Staatanleihe halten. Das Thema der bisweilen ausufernden Verschuldungen einzelner Staaten hat uns schon länger dazu bewogen, diesen Marktbereich zu meiden, um für unsere Anleger keine unnötigen Risiken einzugehen – die wir noch dazu als nicht einmal adäquat bezahlt bewerten. 

Auch was die durchschnittliche Restlaufzeit der einzelnen Papiere betrifft, stehen wir weiter bei nur etwa 2 ½ Jahren, was für uns einen idealen Wert im Hinblick auf Flexibilität, Handelbarkeit und Risikosteuerung darstellt. Die momentane Rendite auf Verfall liegt bei ca. 7,7%. Mit aktuell 73 unterschiedlichen Anleihen im Portfolio sind wir sehr breit aufgestellt und fühlen uns aufgrund des Gesamt-Setups im Fonds sehr gut positioniert.

Ausblick

Für uns als Vermögensverwalter ist die Zielsetzung (die unserer Kunden wie auch unsere eigene) grundsätzlich immer die gleiche: Aus einem vorhandenen Vermögen ein größeres zu machen. In einem normalisierten Umfeld, wie wir es alle jahrelang, um nicht zu sagen, jahrzehntelang, kannten, erschien das durchaus machbar. Im seit Covid-19 gültigen und von vielen als Dauerkrisenszenario empfundenen Umfeld, in welchem eine Hiobsbotschaft die nächste scheinbar direkt ablöst (Corona => Ukraine-Krieg => Inflation => Energieversorgungs-Unsicherheit => Zollstreit => Eskalation im Mittleren Osten), ist das zu einer durchaus herausfordernden Aufgabe geworden.

Immer stärkere Schwankungen in den verschiedensten Anlageklassen (Aktien, Anleihen, Edelmetalle, Währungen, Rohstoffe) und eine immer schwierigere Prognostizierbarkeit geopolitischer Rahmenbedingungen erschweren dies zusätzlich. Es bleibt abzuwarten, inwieweit sich die aktuell hochgradig angespannte Lage im Nahen und Mittleren Osten beruhigt oder sich zu einem wirklichen Flächenbrand mit schwer abschätzbaren Folgen ausweitet. Dennoch ist es möglich, auch bei den aktuellen Märkten eine positive Entwicklung darzustellen, wie wir sie bspw. in unserem Aktienfonds liefern.

Der Schlüssel zum Erfolg lautet einmal mehr: Diversifikation. Je breiter, desto besser. Ebenso wichtig ist es, durch Qualität und Absicherungen Stabilität ins Depot zu bringen, mit entscheidend ist die Auswahl der richtigen Werte. Eine gute Antizipation von Ereignissen wie im Iran ist die halbe Miete. Natürlich gilt es in solchen Phasen, die Lage sehr eng zu monitoren, aber auch dann nehmen wir in aller Regel tatsächlich nur kleinere Adjustierungen vor.

ZUSAMMENFASSUNG

Wir gehen für den Rest des Jahres weiter von erhöhten Volatilitätsniveaus aus. Wir fühlen uns hervorragend positioniert und sehen die Situation von daher gelassen. Unser Risikomanagement greift einmal mehr und lässt unsere Kunden ruhig schlafen.

Beste Grüße 

Ihr
Thomas Fischer

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Stand aller Informationen, Darstellungen und Erläuterungen:  07. Januar 2026, soweit nicht anders angegeben.

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